25.03.2022

Benefiz-Konzert für den Frieden

Sonntag, 03. April um 19.00 Uhr

Mitglieder des ensemble Amphion, der Capella cantabile und Solisten organisieren in Kooperation mit dem k1 Traunreut ein Benefiz-Konzert
„Ich glaube an die Gewaltlosigkeit als einziges Heilmittel.“, lautet ein Friedenszitat Mahatma Gandhis. Als heilsames Kulturgut mag aber auch die Kraft der Musik gelten, die den Menschen in Kriegs- und Krisenzeiten wertvollen Trost spenden kann. Zwar können die Kriegsopfer in der Ukraine „von der Musik nicht abbeißen“. Wohl aber von den eingespielten Spenden, die das Benefiz-Konzert mit Mitgliedern des ensemble Amphion, der Capella cantabile, Rosmarie Kassis (Sopran) und Stephan Wahl (Cembalo) im Traunreuter k1 einbringen soll. Unter der Leitung von Alexander Krins wird am Sonntag, 3. April um 19 Uhr im k1-Saal eine „Abendmusik für den Frieden“ erklingen. Die Spendengelder kommen ohne Abzug dem neu gegründeten Verein für die Ukraine-Hilfe zugute, den Gabriele Kernbüchl-Strauss von der Traunreuter Tanzschule HeartBeat ins Leben rief. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kultur- und Veranstaltungszentrums k1 wollen an diesem Abend auf ihr Gehalt verzichten. In der Programmgestaltung mit Werken, die vom Mittelalter bis zur Moderne alle Musikepochen streifen, zeigt sich, dass der „Musikalische Schrei nach Frieden“ sich wie ein roter Faden durch die Musikliteratur zieht. Diesem musikalischen Friedensruf lauschen können die Konzertbesucher mit einer Antiphon aus dem 9. Jahrhundert, „Da pacem“, „Verleih uns Frieden“ von Johann Hermann Schein – einer der bekanntesten Luther-Choral-Texte als vierstimmiger Vokalsatz aus „Cantional“ und mit demselben Titel als Choral von Johann Sebastian Bach. Heinrich Schütz‘ Geistliches Konzert SWV 354 aus „Symphoniae sacrae II“ entstand, wie auch Scheins Komposition, unter dem Eindruck des 30-jährigen Krieges. Die „Schutzengel-Passacaglia“ g moll als Violin-Solo von Heinrich Ignaz Franz Biber sollte, wie auch Charles Gounod „Da pacem, Domine“ möglichst viele Schutz- und Friedensengel mobilisieren. In unendliche kosmische Welten wird der Hörer im Anschluss mit dem Da-Pacem-Streichquartett des zeitgenössischen estnischen Komponisten Arvo Pärt entführt. Bei Joseph Haydn bekommen Bedrängnis und Hoffnung ihren menschlichsten Ausdruck: Seine Sonata I „Vater, verzeihe Ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun“ aus „Die 7 letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ für Streichquartett und sein „Benedictus“ aus der Missa brevis B Dur („Kleine Orgelmesse“) sind voller Gefühlstiefe und musikalischer Empathie. Bei so viel großartiger Musikliteratur darf Mozart nicht fehlen. Deshalb dürfen sich die Konzertbesucher auf die Kirchensonate G Dur KV 274 und einen Ausblick auf höhere Werte, die jenseits des Irdischen liegen: Mozarts Arie „Suche das Ewige“ KV 143, freuen.

Eintritt frei! Im k1 werden Spenden gesammelt vom Verein „Heartbeat für Menschen“