Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Traunreut  |  E-Mail: k1@traunreut.de  |  Online: www.traunreut.de

Traunreuter Delegation zum Marienfest in Nettuno

Antrittsbesuch von Bürgermeister Ritter mit Traunreuter Delegation
Erster Bürgermeister Klaus Ritter nutzte die Einladung unserer ältesten Partnerstadt, um sich in Nettuno vorzustellen. Anlass der Einladung war das Marienfest „Nostra Signora delle Grazie“, ein wichtiges Fest für gläubige Italiener, das in vielen Städten mit Gottesdiensten und Prozessionen gefeiert wird.

Grossansicht in neuem Fenster: Bürgermeister Klaus Ritter und Alessio ChiavettaMan scheut keine Mühen und Kosten, um den Corso der Prozession mit riesigen Lichterbögen zu schmücken und fulminante Feuerwerke in den nächtlichen Himmel abzufeuern. Nach der Hl. Messe im Santuario Maria Goretti formierte sich der Festzug vor der Kirche. Die prächtig geschmückte Statue der Madonna wurde durch die Reihen tausender von Zuschauern zur Stadtpfarrkirche San Giovanni getragen. Begleitet wird die Prozession Grossansicht in neuem Fenster: Traunreuter Delegation mit Alessio Chiavetta, Bürgermeister von Nettunovon den Honoratioren der Stadt Nettuno und Umgebung, den Bürgermeistern der Partnerstädte, der Stadtkapelle, Mitgliedern der Schwesternschaft und Bruderschaft und von der Bevölkerung von Nettuno. Vor der Marienstatue gehen die Priore. Das sind junge Nettuneser Frauen in der farbenfrohen historischen Festtagstracht, ebenfalls eine Jahrhunderte alte Tradition.

Nettuno hatte in diesem Jahr Delegationen aus Grossansicht in neuem Fenster: Bürgermeister Ritter, Stadträtin von Bandol Laure Hovanessian und Bürgermeister ChiavettaTraunreut, Bandol, Wehr, Ardee, Ipswich und Corinaldo eingeladen. Bandol liegt an der Cote d’Azur und ist Partnerstadt von Nettuno. Zu Wehr an Rhein (Partnerstadt von Bandol) verbindet Nettuno seit vielen Jahren eine intensive Freundschaft, ebenso eine Städtepartnerschaft mit Ardee in Irland und Ipswich in England.

Aus Ipswich (England) war im Jahr 1550 die Madonnenstatue auf dem Seeweg nach Nettuno Grossansicht in neuem Fenster: Jim Tenanty und Klaus Ritter, Bürgermeister von Ardee (Irland) und Traunreutgekommen, als Heinrich VIII. sich von der katholischen Kirche abwandte und die Kunstschätze aus Kirchen und Klöstern entfernen ließ, und wird seither als Stadtheilige verehrt. Seit 1997 bestehen freundschaftliche Beziehungen zwischen der anglikanischen Kirche Ipswich und Nettuno.

Corinaldo liegt in der Provinz Ancona. Die beiden Städte verbindet die Geschichte der Maria Goretti, die in Corinaldo geboren und in Nettuno gestorben Grossansicht in neuem Fenster: Honoratioren während der Prozession betrachten das Feuerwerkwar. Sie gilt als Märtyrerin der Reinheit. Im Alter von knapp 12 Jahren war sie vergewaltigt und mit Messerstichen so schwer verletzt worden, dass sie bereits am nächsten Tag ihren Versetzungen erlag. Auf dem Sterbebett verzieh sie ihrem Peiniger und wurde von Pabst Pius XII. selig gesprochen. Nachdem zwei Wunder der Maria Goretti zugeschrieben werden konnten, erfolgte 1950 die Heiligsprechung.

Grossansicht in neuem Fenster: MarienstatueEin Bus brachte die Mitglieder der Delegationen und eine Reihe von Begleitern am Sonntagnachmittag zum Amerikanischen Friedhof. Als gegen Ende des zweiten Weltkrieges die Alliierten im benachbarten Anzio und in Nettuno landeten, gab es heftige Kämpfe mit vielen tausend Gefallenen. Das Gelände des Friedhofes umfasst 311 542 qm. 7.862 weiße Grabsteine und eine schier unendliche Liste von Namen vermisster Soldaten in der Kapelle zeugen Grossansicht in neuem Fenster: Die Priore während der Prozessionvon den schrecklichen Gefechten im Jahr 1944. Anschließend besuchte man noch das Militärgelände, das heute vorwiegend für Materialtests genutzt wird. Von dort ist an dem Küstenstreifen des tyrrhenischen Meeres noch der Rest eines Schiffswracks zu sehen, das nach der Invasion der Alliierten einfach liegen blieb.

In ungezwungener Atmosphäre gab es viele Möglichkeiten zum Austausch über die Partnerstädte und die freundschaftlichen Beziehungen. Der neu gegründete Verein für Städtepartnerschaften in Nettuno lud die Delegationen zu einem Gespräch ein und erläuterte Zukunftspläne, wie man den Europäischen Gedanken weiterentwickeln könnte. „Insbesondere ist es wichtig, die Jugend zu sensibilisieren und Fahrten für Schüler oder Vereine zu organisieren“, so Vereinsvorsitzender Vincenzo Di Ruocco.

Zum Schluss wurden noch kleine Präsente ausgetauscht und Bürgermeister Klaus Ritter bedankte sich in italienischer Sprache bei seinem Amtskollegen und Gastgeber Alessio Chiavetta.

 

drucken nach oben