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Höhlenburg Stein

Im Ortsteil Stein an der Traun liegt die Höhlenburg Stein. Bei einer Führung durch die Raubritterburg werden die gruseligen Geschichten des legendären Raubritters Heinz von Stein erzählt.
Höhlenburg Stein (Foto: Adolf Gallinger)
Foto: Adolf Gallinger

Kurz vor der Mündung der Traun in die Alz grüßt eine Burg weit ins Chiemgauer Land. Erst beim Näherkommen bemerkt der Besucher, dass er eine Anlage aus drei deutlich voneinander geschiedenen Teilen vor sich hat: das Hochschloss hart an der Nagelfluhwand, die hier fast 50 m steil abfällt, steht auf vorgeschichtlichem Siedlungsboden. Darunter klebt etwa auf halber Höhe, wie ein Raubritternest, die Höhlen- oder Felsenburg, während das heute noch bewohnte Schloss ein privates Gymnasium beherbergt. Sicherlich wird jeder Betrachter von dem trotzig-düstern Äußeren der Höhlenburg fasziniert sein, der größten und besterhaltenen ihrer Art in Deutschland.

 

Mit der düsteren Höhlenburg untrennbar verbunden ist die Gestalt des Heinz von Stein. Man stellt sich ihn als Blaubart mit kühnem Schnapphahn vor, der ein solch frevelhaftes Leben führte, dass er nicht in geweihter Erde ruhen durfte.

 

Die schaurige Geschichte des Raubritters und Mädchenräubers "Heinz von Stein dem Wilden" wurde zum ersten Mal von Lorenz Hübner 1783 als "vaterländisches Trauerspiel" verfasst. Alle vier Jahre werden im Sommer am Hochschloss die "Steiner Spiele" aufgeführt. 

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