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Georgi-Ritt

Georgi-Ritt

Traditionsgemäß findet der Georgiritt mit anschließender Segnung von Roß und Reiter jährlich am zweiten Sonntag im April statt. Ca. 4.500 - 5.000 Besucher aus nah und fern finden sich jedes Jahr ein, um den Umritt mit 230 geschmückten Rössern, drei Musikkapellen, 6 Festwagen mit religiösen Motiven, fünf Kutschen, mit einer historischen Reitergruppe, der Georgi-Bruderschaft und den Fahnenabordnungen der Ortsvereine mitzuerleben und sich anschließend im Festzelt zu stärken.

 

Veranstalter des Georgiritts ist der Georgiverein. Eng verbunden mit der Georgi-Bruderschaft ist der St.-Georgius-Verein St. Georgen-Stein e.V., kurz Georgiverein, der neben anderen Aufgaben zur Förderung der Heimatpflege und des Brauchtums vor allem in jedem Frühjahr den Georgiritt von Stein nach St. Georgen durchführt. Laut Satzung hat er dafür zu sorgen, "dass derselbe stets in feierlicher und würdiger Weise stattfinden kann und die Pferde-Benediktion erteilt wird." Schon in der Sitzung des Georgiritt-Kommitees am 15. April 1919, bei der unter anderem Pfarrer Simmet von St. Georgen, der Steiner Bürgermeister Maier und der Lindacher Bürgermeister Sinzinger anwesend waren, hatte der Gastwirt Martini von Stein die Gründung eines Georgi-Vereins angeregt. Martini hatte den Antrag aber wieder zurückgezogen, weil

 

  1. sehr wenige als Mitglieder beitreten werden, da im Bezirke nicht so viele Geschäftsleute sind ....
  2. die Pfarrangehörigen beim Georgiusopfer ihren Beitrag leisten, die Hälfte des Georgiusopfers wird zum Ritte verwendet, wodurch bereits über 400 Mark gesammelt wurden,
  3. da die auswärtigen Teilnehmer nicht verpflichtet werden können, zur Mühe des Pferdeschmückens und des Trinkgeldes auch noch einen Vereinsbeitrag zu leisten.

 

Einige Jahre später, am 5. April 1925, wurde der Verein mit anfänglich 47 Mitgliedern schließlich doch gegründet. Die Aktivitäten des Vereins ruhten während des Zweiten Weltkrieges, da in dieser Zeit kein Ritt stattfinden konnte. Wegen der immer geringer werdenden Zahl der teilnehmenden Pferde faßte die Mitgliederversammlung des Georgivereins am 10. März 1963 den Beschluß, den Georgiritt nicht mehr durchzuführen. 1. Vorsitzender Reithmaier schlug nach eingehender Aussprache vor, den Verein nicht aufzulösen,jedoch die Beitragseinhebung für 1963 auszusetzen.

 

20 Jahre sollte es nun bis zur neuerlichen Belebung der Vereinstätigkeit dauern

In der Wiedergründungsversammlung am 15.Juli 1983 erfolgte die Wahl einer neuen Vorstandschaft:

 

1. Vorstand: Paul Obermeier,

2. Vorstand: Hans Utzmeier,

Kassier: Martin Reif ,

Schriftführer: Franz Wimmer jun.

 

Unter ihrer Führung wird der Georgiritt seit 1985 wieder jedes Jahr abgehalten. Das Interesse, auch der jüngeren Generation, am Vereinszweck ist sehr groß, was sich auch in der Zahl von 209 Mitgliedern (Stand: 24.2.1997) ausdrückt.

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