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30.10.2010 - Einweihnung des neuen Traunreuter Hallenbads

Hallenbad Außen

Hallenbad und Doppelturnhalle Einweihung

Traunreut (mix). Seit Anfang Oktober ist das neu sanierte Traunreuter Hallenbad wieder geöffnet, die darüber liegende Doppelturnhalle wird bereits seit dem Frühjahr wieder benutzt. Die offizielle Einweihung mit Planern, Architekten und geladenen Gästen fand am Samstag statt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einer Bläsergruppe der Blaskapelle Traunwalchen.

 

Das Traunreuter Hallenbad mit Doppelturnhalle wurde in den Jahren 1969/70 errichtet und vor beinahe 20 Jahren zum letzten Mal saniert. Nun standen erneut Sanierungsmaßnahmen an, um vorhandene Mängel zu beseitigen und das Gebäude sowie die Technik auf den neuesten Stand zu bringen. In zahlreichen Diskussionen im Stadtrat ging es um die Frage, ob die Generalsanierung in diesem Ausmaß überhaupt sinnvoll ist oder doch gleich ein neues Bad gebaut werden sollte. „Die Entscheidung für die Sanierung war absolut richtig und ich bin froh, dass der Stadtrat das letztendlich auch so gesehen hat", betonte Bürgermeister Franz Parzinger in seiner Ansprache bei der Einweihungsfeier. Er stellte klar heraus, dass das Traunreuter Hallenbad nicht den Anspruch einer „Wellnessoase" oder eines Spaßbades im großen Stil hat, sondern eine sportliche Einrichtung für alle Bürger und die Familien der Stadt sowie der Umgebung sein soll mit günstigen Eintrittspreisen, die sich jedermann leisten kann. Bereits jetzt sei das Bad zu den dafür vorgesehenen Zeiten durch Schulen und Vereine vollständig ausgelastet und habe keine Kapazitäten mehr frei. Während die Turnhalle aufgrund des dafür notwendigen immens hohen Aufwandes nicht Behindertengerecht gestaltet werden konnte, ist das Hallenbad sehr wohl auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Der barrierefreie Eingangsbereich und ein Lift am Schwimmbecken ermöglichen Menschen mit körperlicher Behinderung den Badespaß.

Die Kosten für die acht Monate dauernde Sanierung der Turnhalle betrugen 1,5 Millionen Euro. Das Hallenbad wurde in zehn Monaten für 2,9 Millionen saniert und für den Außenbereich, der in den letzten Wochen fertig angelegt wurde, schlugen nochmals 300000 Euro zu Buche. Eine Steigerung der Kosten im Verlaufe der Arbeiten ergab sich daraus, dass erst im Zuge der Sanierung noch der eine oder andere Renovierungsbedarf deutlich und gleich noch in die Maßnahme mit hinein genommen wurde.

Der Planer der gesamten Baumaßnahme Rainer Thieltges aus Rosenheim blickte in seiner Ansprache auf die vergangenen zweieinhalb Jahre seit der Auftragserteilung für ein Gutachten zurück. Dieser relativ kurze Zeitraum bis zur Vollendung der Maßnahme zeige für ihn eine „Geradlinigkeit und Entscheidungsfreudigkeit", wie sie für öffentliche Baumaßnahmen nicht immer üblich sei. Thieltges hob hervor: „Mit der Fertigstellung der Frei- und Außenanlagen schließen wir nun eine Baumaßnahme ab, die nicht nur aus technischer und gestalterischer Sicht gelungen ist, sondern vor allem aus energetischer Sicht, da sie zu einer Energieeinsparung von jährlich circa 370000 Kilowattstunden gegenüber dem Bauzustand von 2008 führt. Das entspricht in etwa einer Menge von rund 36000 Litern Heizöl."

Der Traunreuter Kulturpreisträger Georg Ihmann stellte in seinen Überlegungen eine Verbindung zwischen Sport und Kultur her und trug ein eigens zur Einweihung verfasstes kleines Gedicht vor. Den kirchlichen Segen für Hallenbad und Turnhalle gaben Dekan Thomas Schlichting und Pfarrerin Betina Heckner. Sie hoben hervor, dass es im Sport nicht allein nur um Siege gehe, sondern vor allem auch um die Freude an der Bewegung, um Gemeinschaft und Gesundheit.

Bei Führungen durch das gesamte Gebäude erhielten die Besucher anschließend einen kleinen Einblick in die Technik des Bades und konnten sich selber von den erfolgreichen Sanierungen überzeugen. In der Turnhalle wurde das Dach komplett erneuert und die abgehängte Decke entfernt, um den Zustand der Dachträger jederzeit überprüfen zu können, was vorher nicht möglich war. Dadurch hat sich jedoch die Schallwirkung erheblich verschlechtert und die Halle ist sehr hellhörig geworden. An dem Problem wird noch gearbeitet, derzeit werden verschiedene Möglichkeiten zur Abhilfe überprüft und bis zum Frühjahr sollte auch dies behoben sein.

 

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