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Stadt Traunreut  |  E-Mail: k1@traunreut.de  |  Online: www.traunreut.de

40 Jahre Heimathaus - Feier zum 40jährigen Bestehen

Heimathaus Feier zum 40jährigen Bestehen

 

Heimathaus von grundlegender Bedeutung für Traunreuter Geschichte

„Das Haus ist so bunt wie das Leben"

 

HeimathausFuchs

Heimathausvorstand Herr Wonner und Bürgermeister Klaus Ritter ehrten Ortrud Fuchs stellvertretend für Reinhold Fuchs

 

HeimathausEhepaarKopp

Heimathausvorstand Herr Wonner ehrt Ehepaar Kopp

 

 

 

 

Traunreut. Beim Festabend zum 40-jährigen Bestehen des Traunreuter Heimathauses am Freitagabend wurde die Bedeutung der Einrichtung deutlich gemacht. Die verschiedenen Gruppen, die im Haus eine Heimat gefunden haben und dort regelmäßig zusammenkommen, zeigten mit ihren Tänzen und Vorführungen die bunte Vielfalt, die hier herrscht. „Das Heimathaus ist so bunt wie das Leben", hieß es auch auf dem Programmzettel für die Feier.

Auf den Tag genau 40 Jahre nach der Gründung des Vereins Heimathaus Traunreut e. V. wurde das Jubiläum im Beisein zahlreicher Ehrengäste würdig gefeiert. Vorsitzender Gerhard Wonner betonte, dass die Satzung von damals weitgehend auch heute noch gültig ist. Man beschloss darin 1976 unter anderem die Pflege des Geschichtsbewusstseins, von Kultur- und Heimatpflege, die Mitwirkung bei der Integration in der Stadt sowie Dokumentation und Archivierung der weiteren Entwicklung der Einheits-Gemeinde Traunreut. Die kulturellen Aufgaben des Hauses fielen laut Gerhard Wonner mit der Errichtung des k1 weitgehend weg, die Integration blieb eine Hauptaufgabe. „Wir bieten heute im weitesten Sinne allen Bürgern eine Plattform, um ihre Traditionen pflegen zu können", betonte der Vorsitzende.  Wonner zitierte aus der Rede, die Alois Glück bei der Einweihungsfeier des Hauses vor 40 Jahren hielt. Er sagte damals: „Die Lebenskraft eines Raumes ist mehr als die Wirtschaftskraft. Hoffen wir, dass vom neuen Traunreuter Heimathaus viele Impulse ausgehen." Wie sehr dies der Fall war, erläuterte Gerhard Wonner: „Die Leistung des Heimathauses mögen diejenigen beurteilen, die in den vergangenen 40 Jahren hier waren, nämlich die insgesamt 460945 Besucher." Seine Wünsche für die Zukunft konnte er kurz und bündig zusammenfassen, nämlich dass die Arbeit im Heimathaus „so intensiv" weitergeführt werde und man „endlich" das lang ersehnte Haus der Geschichte bekomme.

Bis dahin müsse sich der Verein jedoch noch ein wenig gedulden, erklärte Bürgermeister Klaus Ritter in seiner Ansprache. Er erinnerte daran, dass als Vorläufer des Heimathauses Franz Ebert bereits 1970 eine „Heimatstube" im Keller des ehemaligen Hotels zur Post am Rathausplatz eingerichtet hatte. Nach wenigen Jahren zog diese um in die Wichernstraße in ein umgebautes Pulverhaus, das seitdem das Heimathaus beherbergt. „Der allererste Vorsitzende Hermann Heydrich legte den Grundstock für dieses inzwischen zu einem Kleinod gewordene Haus", so Klaus Ritter. Wenige Jahre später habe Reinhold Fuchs die Führung übernommen und daraus eine enorm starke kulturelle und integrative Einrichtung gemacht. „Für die Stadt hat unser Heimathaus eine besonders große Bedeutung. Es ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft geworden, den wir nicht mehr vermissen möchten oder auch können", betonte der Bürgermeister. Es konkurriere nicht mit dem k1, sei konkurrenzlos in seiner Arbeit und Umsetzung. Zudem habe es mit seinen vielfältigen Veranstaltungen die Stadt immer in einem positiven Licht gezeigt und bestens präsentiert.

Im Namen der Stadt wollte Bürgermeister Klaus Ritter eigentlich die noch lebenden Gründungsmitglieder Georg Ihmann, Otto Schatz und Julius Wachsmann besonders ehren. Alle drei waren jedoch am Freitagabend verhindert. Stellvertretend für Reinhold Fuchs, der 30 Jahre lang die Geschicke des Heimathauses leitete, übergab er seiner Witwe Ortrud Fuchs ein Präsent. Gerhard Wonner dankte den langjährigen Mitstreitern Hans Graef und Dr. Gerhard Marino sowie seinen Vorstandskollegen für ihre ehrenamtliche Arbeit im Heimathaus. Besonders hob er die Verdienste von Galina Kopp heraus, die alle Termine koordiniert und sich nach wie vor um die Anliegen von Neubürgern kümmert, und von ihrem Ehemann Wladimir, dem Hausmeister des Heimathauses.

Im Anschluss an die Ansprachen boten verschiedene Gruppen Vorführungen, die die große Vielfalt der im Haus vertretenen Landsmannschaften und Gruppierungen deutlich machten. Bayerisch spielte die Jugendkapelle „Alzberger" gleich zu Beginn des Festaktes auf. Der Chor der Siebenbürger Sachsen gab den „Begegnungsjodler" zum Besten. Tänze zeigten die Kindertanzgruppe und die Jugendtanzgruppe der Siebenbürger Sachsen, die Tanzgruppe der Banater Schwaben sowie die Jugendgruppe „Brigantine" der Russlanddeutschen. Der Chor „Hoffnung" sang ein deutsches sowie ein russisches Lied und auch Anna Makstat sang auf Russisch, während Kinder der neuen Gruppe „Traunreuter Harmonie" dazu eine kleine Choreographie zeigten.                             - mix

 

Bildtext:

Heimathausvorsitzender Gerhard Wonner überreichte Ortrud Fuchs eine Dankesurkunde, die sie stellvertretend für ihren Mann Reinhold Fuchs in Empfang nahm.

Heimathausvorsitzender Gerhard Wonner bedankte sich beim Ehepaar Galina und Wladimir Kopp für die jahrelangen treuen Dienste.

Die bunte Vielfalt der Gruppen im Heimathaus zeigten die Siebenbürger Sachsen (oder Banater Schwaben oder der Chor Hoffnung ...) mit einer Vorführung.

Bürgermeister Klaus Ritter überreichte Gerhard Wonner (links) und Ortrud Fuchs Präsente.                   Fotos: mix

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