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Stadt Traunreut  |  E-Mail: k1@traunreut.de  |  Online: www.traunreut.de

Rad-und Wanderwege

In Traunreut und Umgebung gibt es insgesamt ca. 110 km gekennzeichnete Rad-/Wanderwege. Der Traun- Alz- Radwanderweg , 91 km lang, führt von den Bergen des Chiemgaus bis nach Marktl am Inn. Rad- bzw. Wanderkarten erhalten Sie im Büro des Verkehrsvereins oder in den Traunreuter Buchhandlungen und Schreibwarengeschäften. Die Wege sind zum Teil "naturbelassen" und vermitteln Ihnen das Erlebnis, sich wirklich frei in der Natur zu bewegen. Sie finden Ruhebänke, aber auf Abfallkörbe neben den Bänken haben wir wegen der Wespen verzichtet. Bitte nehmen Sie Ihr Butterbrotpapier und Ihre leere Getränkedose wieder mit!

 

Wandervorschläge zu historischen Stätten in unserem Stadtgebiet oder in der nächsten Umgebung

Burganlage in Stein/Hügelgräberfeld/Nepomukkapelle

Ausgangspunkt: Parkplatz des Gasthofes "Zur Post" in Stein an der Traun.

Vor sich sehen Sie den Löschteich der ehemaligen Gemeinde Stein a.d.Traun und daneben das älteste Haus der Gemeinde. Dieses Haus mußte wegen des Baues der Bundesstraße durch den Ort an diesen Platz versetzt werden.

Sie können nun die Burganlage des wilden Raubritters Heinz von Stein besichtigen. Die Führung dauert ca.1 Stunde und endet im Gelände des Hochschlosses. Von dort aus haben Sie die Möglichkeit, wieder direkt nach Stein abzusteigen (ca 15 Minuten.).

 

Eine Alternative, mit einem schönen Rundblick auf die Klosterkirche Baumburg , ist der kleine Rundweg Richtung Burgberg, an der Traun entlang zurück ( ca. 45 Minuten). Ein Abstecher zur Handtöpferei Gruber in Roitham lohnt sich, wenn Sie sich für den Umweg ca. 10 Minuten und für den Aufenthalt in der Töpferei entsprechend Zeit nehmen möchten.

 

Von Roitham aus können Sie bis zum Wasserturm nach Pirach, über Höhenberg und Anning zur Nepomukkapelle  wandern (ca 2-3 Stunden). Von Ihrem Ausgangspunkt aus sehen Sie eine wunderschöne Allee riesiger Bäume. Diese Allee führt zur Nepomukkapelle. In der Nähe dieser Kapelle, auf dem sogenannten Steinacker, befindet sich ein großes Hügelgräberfeld. Dieses ist durch den Ackerbau weitgehend verschliffen. Im Jahre 1907 wurden gegen 50 Grabhügel durch Dr. Dietl geöffnet und zahlreiche Funde aus der hochkeltischen Zeit (LaTene) geborgen.

 

Hügelgräber gibt es an mehreren Stellen bei Traunreut. Auffallend ist, dass die Hügelgräber der LaTene- und Hallstattzeit (keltische Zeit -100-800 v. Chr.) sehr oft an den vorgeschichtlichen Handelswegen zu finden sind. Auch an der jetzigen Staatsstraße nach Waging,  finden wir am Ortsrand von Traunreut, nördlich und südlich der Straße, Hügelgräber . Sie sind wahrscheinlich durch Planierraupen beim Straßenbau etwas abgeflacht, aber gut erkennbar. Hügelgräber aus dieser Zeit gibt es auch in Biebing. Einige Hügel sind leicht zu finden, einer ist verflacht und einer ist durch Kiesentnahme zum Teil vernichtet. Dieser befindet sich an der Bergkante, wo der Weg zur Traun führt. Zu den Hügelgräbern wandern wir von Matzing aus oder von Pertenstein oder Traunwalchen aus über Bibing  ins sogenannte Bumbahölzl. Hier,  bei dem vorspringendem Wald in der flachen Ebene des Urstromtales, liegen 5 Hügelgräber versteckt.

 

Pestkreuz bei Gigling

Dieses Pestkreuz können Sie auf Ihrem Rundweg von der Burg über Pirach-Höhenberg und Anning Richtung Nepomukkapelle noch "mitnehmen" wenn sie sich ca.45 Minuten mehr Zeit nehmen.

 

Ausgangspunkt ist Anning oder Stein. Die Pest, im Volke auch Pestilenz genannt, war durch Jahrhunderte der Schrecken der Völker Europas. Fassungslos standen die Menschen dieser Seuche gegenüber. Besonders im dreißigjährigen Krieg brach die Pest dreimal über unsere Länder herein. An diese schreckliche Zeit erinnern viele Pestkapellen, Pestsäulen, Pestkreuze und Pestfriedhöfe. Auch bei Gigling unten am Teich, steht ein einsames Pestkreuz bei einem ehemaligen Pestfriedhof. Vom Besitzer wieder hergerichtet, mit einer Bildtafel an diese Zeit erinnernd, ist es ein Denkmal von Not und Tod dieser Ortschaft. Die Besucher mögen über den kleinen Geschichtsirrtum, den die Tafel aufzeigt (1684 statt 1648) nicht ungehalten sein. Sie finden das Pestkreuz, wenn Sie von Stein über die Allee zur Nepomukkapelle nach Anning wandern, die Straße geradeaus überqueren und an der Feldstraße unterhalb des Hanges, entlang des "Anninger Bacherls",  weiterwandern. Der Rückweg führt über Daxberg oder weiter   nach Anning und Stein. Übrigens: Dieses kleine "Anninger Bacherl" war in früheren Zeiten ein größerer Bach und  Grenze zwischen Salzburg und Bayern.

 

Bitterstein und alte Salzstraße

Östlich von Pierling, nahe der alten Salzstraße, führt eine Abzweigung zum Bitterstein. Der einst mächtige Felsen wurde im Laufe der Zeit durch den Abbruch von Kalksteinen zum Kalkbrennen immer kleiner und stellt heute nur noch einen Rest dar. Hier soll sich eine keltische Opferstätte gewesen sein,  und Karl Schefzik hat aus dem Namen Bitterstein die Ableitung Bid=Bedaius (Name des meist verehrten Gottes) dieser Landschaft herausgefunden. Auch der Name des römischen Kastells in Seebruck "Bedaium" soll sich daraus ableiten. Es ist möglich, daß diese im Volke immer verehrte und bekannte Stätte viel älter ist und auf die Zeit der Megalithkulturen zurückgeht, wie die vielen Opferstätten mit Schalensteinen in Südtirol, wie in Oberösterreich die Eibensteine als Opferstätten beweisen. Hier muß auch auf die in der Nähe vorbeiführende alte Salzstraße hingewiesen werden, an der wir immer wieder Stätten aus der keltischen Vergangenheit finden.

 

Schloß Pertenstein

Pertenstein, auch Tähenstein genannt, nach dem Erbauer Engelbrecht von Taching. Um 1369 ist es in den Besitz der Toerringer übergegangen, heute an den Heimatbund Pertenstein verpachtet. Das ursprünglich an der Traun angelegte Schloß, von tiefem Wassergraben umgeben, zeigt auf einem Stich um 1700 zwei barocke Türme - heute nur noch einen Spitzturm - sonst den geschlossenen Baukörper wie heute. Wo einst zeitgemäße Ziergärten angelegt waren, befindet sich derzeit die große Reithalle der Pferdefreunde. Der Schloßbau hat ca. 40 Räume, wovon die Hauskapelle St. Anna und das Jagdzimmer von Bedeutung sind. Im Erdgeschoß befindet sich der älteste Bauteil, mit Gewölben und Pfeilern aus dem 13.Jahrhundert. Die zugemauerten Arkaden haben dem Innenhof seine Schönheit genommen. Der Heimatbund bringt durch Konzerte und Veranstaltungen kultureller Art Leben ins Schloß. Die Pferdefreunde haben den stillgelegten Gutshof gemietet. Sie erreichen Pertenstein über den Wanderweg  an der Traun entlang von St. Georgen aus oder von Traunwalchen aus.

 

Klosterkirche Baumburg in Altenmarkt

Ein Juwel unserer Heimat ist die bald 900jährige Klosterkirche Baumburg. Nach einem Gelübde der Gräfin Adelheid wurde durch die Augustiner Chorherren ein Kloster errichtet. Eine leidvolle Geschichte betraf das Kloster. So wurde es 1192 von Rapoto von Stein geplündert, brannte zwischen 1523 und 1539 dreimal aus und wurde 1803 durch die Säkularisation vernichtet. Die Kirche, ursprünglich ein romanischer Bau wurde 1698 barockisiert und 1754 im Rokokostil zu seiner heutigen Gestalt erneuert. Beim Eintritt in die Kirche fallen die großartigen Deckenfresken aus dem Leben des heiligen Augustinus ins Auge. Die Besichtigung der Kirche kann man mit einer schönen Wanderung entlang der Alzauen verbinden oder bei schönem, warmen Wetter mit einem Badeaufenthalt in der Laufenau an der Alz. Besichtigung zu erfragen unter Telefon 08621 2753.

 

Sankt Georgen und Irsing

Die Kirche Irsing und die Pfarrkirche Sankt Georgen stehen weithin sichtbar links und rechts der Bundesstraße 304. Sie können die Wanderung um die Kirchen nach Lust und Laune zeitlich ausdehnen. Sie wandern entweder vom Parkplatz in Sankt Georgen Richtung Bahnhof und biegen hinter der Brücke über die Traun Richtung Hangkante ab, wandern entweder oben an der Hangkante entlang oder unten an der Traun entlang Richtung Irsing ca. 1 Stunde. Oder Sie wandern an der Traun entlang nach Stein a.d.Traun, überqueren dort die Traun und wandern auf der anderen Seite am Hang entlang und durch den Wald wieder Richtung Irsing (ca. 2-3 Stunden).

 

Die Kirche St. Johannes Baptist in Irsing wurde 1504 ursprünglich als einschiffiges gotisches Gotteshaus erbaut und erhielt gegen 1600 zwei Seitenschiffe. Die Netzrippengewölbe im Mittelschiff und im Chorraum weisen auf den gotischen Ursprung hin. Ein eindrucksvolles Kunstwerk ist die um 1430 geschaffene Pieta in bemaltem Steinguß auf dem Hochaltar. Ein sehr schöner Brauch ist die "Sebastiani-Woche" in Irsing. Um das Pestjahr 1634 wurde die Sebastiani-Bruderschaft nach einem Gelübde gegründet. Die "Sebastiani-Woche" beginnt auch heute noch am Sonntag vor dem St. Sebastianitag.

Tradition wird auch in der Pfarrkirche Sankt Georgen gepflegt. Die spätgotische Kirche aus dem 15.Jahrhundert mit dem uralten Patrozinium weist neben dem Altar zwei interessante alte Fresken auf. Die Kirche wurde mit großem Aufwand 1992 restauriert. Der traditionelle Georgiritt von Stein a.d.Traun nach Sankt Georgen im April endet mit der Segnung der Pferde vor der Pfarrkirche.

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